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Primarstufe

Eingangsstufe
Die Primarstufe umfasst 5 Schuljahre, wobei die Schülerinnen und Schüler zunächst eine 3-jährige Eingangsstufe durchlaufen. In der Eingangsstufe erwerben die Schülerinnen und Schüler die Kenntnisse und Fertigkeiten der Schuljahre 1 und 2 der Allgemeinen Schule. Hier erarbeiten sie meist jahrgangsübergreifend ihrem individuellen Lerntempo und Unterstützungsbedarf gemäß die Unterrichtsinhalte und haben ausreichend Zeit für eine zusätzliche Förderung, z. B. in Orientierung und Mobilität oder für die Wahrnehmung von Therapieangeboten.

Klassenraum und Ausstattung
Jeder Klasse steht ein Klassenraum mit einem angrenzenden Gruppenraum zur Verfügung. Unterstützt werden die Primarstufen-Klassen durch eine oder einen Freiwillige/n, sodass den Schülerinnen und Schülern immer ein direkter Ansprechpartner zur Verfügung steht, auch in Pausenzeiten oder während eines Fachlehrerwechsels. Die kleine Lerngruppengröße, die spezielle Anordnung der Schülertische z. B. am Rand der Klassenraumwände, lichtoptimierte Räume, Blendschutzeinrichtungen und individuell ausgestattete Arbeitsplätze ermöglichen eine bestmögliche bedarfsorientierte Lernumgebung. Jeder Arbeitsplatz ist individuell an die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler angepasst, z. B. mit einer Punktschriftmaschine, speziellen Lampen, einem Bildschirmlesegerät, einem Computer sowie höhen- und neigungsverstellbaren Tischen.
Taktiler Kalender  
Taktiler Kalender
Arbeitsplatz mit Punktschriftmaschine  
Arbeitsplatz mit Punktschriftmaschine
Arbeitsplatz mit Bildschirmlesegerät  
Arbeitsplatz mit Bildschirmlesegerät
Taktiler Tagesplan  
Taktiler Tagesplan
Tagesstruktur

Der Stundenplan umfasst die Fächer der Stundentafel für die Grundschule.

Im Folgenden ist ein Beispiel für einen Stundenplan einer Schülerin der Klasse E 2 dargestellt:

Tagesstruktur - der Stundenplan   Bildrechte: LBZB
Tagesstruktur - der Stundenplan

Im Schreibleseunterricht der ersten Schuljahre lernen die Schülerinnen und Schüler die Brailleschrift oder die Schwarzschrift (= die normale, mit den Augen zu lesende Schrift). In der Brailleschrift wird jedes Schriftzeichen in ein erhabenes Zeichen umgesetzt, das mit der Fingerkuppe ertastet wird. Geschrieben wird mit einer Punktschriftmaschine oder später mit dem PC, an den eine Braillezeile angeschlossen wird. Nach Möglichkeit lernen die Schülerinnen und Schüler ab Klasse 3 das Schreiben mit der normalen Tastatur im 10-Finger-System am Computer. Das Lesen wird unterstützt durch einen Screenreader und durch die Nutzung von Vergrößerungssoftware bzw. durch den Einsatz einer Braillezeile.

Fördermaßnahmen

Damit unsere Schülerinnen und Schüler einen für ihre Leistungsfähigkeit optimierten Unterricht erhalten, werden sie durch folgende Maßnahmen und Hilfsmittel unterstützt:


Maßnahmen:

  • Förderunterricht
  • kleine Lerngruppen mit max. 8 Schülerinnen und Schülern
  • lichtoptimierte Räumlichkeiten
  • strukturierter Arbeitsbereich
  • Lerninhalte, die auf die Lebenswirklichkeit der Schülerinnen und Schüler ausgerichtet sind
  • spielerische Herangehensweise zur Erarbeitung von Lerninhalten
  • Einbeziehung von Ritualen in den Tagesablauf
  • Unterstützung beim Aufbau sozialer Beziehungen


Benötigte Hilfsmittel:

  • Bildschirmlesegeräte
  • Perkins-Brailler (Punktschriftmaschinen)
  • taktile Materialien
  • Computer
  • auditive Hilfsmittel (z.B. Tiptoi) u. a.

Den Rahmen für die Lern- und Leistungsentwicklung in der Primarstufe gibt der Erlass des Kultusministeriums „Die Arbeit in der Grundschule" durch folgende Punkte vor:

Förderpläne

Förderpläne dokumentieren den individuellen Lernfortschritt eines Kindes. Sie werden fortlaufend aktualisiert und enthalten Aussagen zur Lernausgangslage, zur Methodenkompetenz, zu zukünftig angestrebten Zielen und Maßnahmen, mit deren Hilfe die Ziele erreicht werden sollen und zur Beschreibung und Einschätzung des Fördererfolgs.

Zeugnisse

Unmittelbare Schülerbeobachtungen sowie mündliche, schriftliche und fachspezifische Lernzielkontrollen bilden die Grundlage für die Zeugnisse. Die Zeugnisse der Primarstufe entsprechen den Zeugnissen der Allgemeinen Schule.

Elternarbeit

Klassen- sowie Fachlehrerinnen und -lehrer stehen im regelmäßigen Austausch mit den Erziehungsberechtigten. Dies geschieht durch

  • persönliche oder telefonische Elterngespräche (an Elternsprechtagen oder ggf. zu anderen Terminen)
  • Elternabende
  • Informationsbriefe und E-Mails
  • Unterrichtshospitationen (nach Absprache)
  • Mitteilungsmappen oder Schulplaner


Ausflüge und Besuche außerschulischer Lernorte

Das LBZB verfügt über mehrere hauseigene Fahrzeuge und Busse, die für Ausflüge bzw. den Besuch außerschulischer Lernorte in Anspruch genommen werden, wie beispielsweise:

  • Park der Sinne
  • Zoo Hannover
  • Innenstadt von Hannover
  • Bahnhof
  • Maschsee
  • Theater
  • Bauernhof
  • Weihnachtsmarkt
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